Zweifel am Studium

In diversen Studienberatungsforen ist öfter zu lesen, dass an Wirtschaftschemie Interessierte Zweifel plagen, ob dieses Studium das Richtige sei, da nicht klar scheint, ob es einer vollwertigen Ausbildung entspricht.
Es zeigt sich, dass sie sowohl an Chemie als auch an Wirtschaft Interesse haben, jedoch befürchten, dass sie am Ende des Studiums lediglich "halbe" Chemiker beziehungsweise Betriebswirtschaftler sind. Die daraus resultierenden Befürchtungen lassen sich zerstreuen, indem man sich die oben genannten Einsatzbereiche von Wirtschaftschemikern vor Augen hält und die Vorteile einer solchen interdisziplinären Ausbildung herausstellt:

In allgemeinen Unternehmensbereichen der großen Chemie- und Pharmafirmen, wie Produktion, Personal und Marketing, ist es von Vorteil, das betriebswirtschaftliche Wissen mit Kenntnissen über das eigentliche Kerngeschäft verknüpfen zu können. Man ist ebenso in der Lage, die Fachbegriffe der Forscher zu verstehen und für andere Beteiligte erklärbar zu machen. Dies ist zum Beispiel wichtig für den Controlling- beziehungsweise Projektmanagement-Bereich.
Außerdem: In klassischen Finanzbereichen, wie Einkauf oder Kostenrechnung, verhelfen Kenntnisse über die Herstellprozesse zu der Fähigkeit, die Bedarfe der Produktion in Kostenströme umzusetzen, ohne den Fertigungsprozess und die daran Beteiligten in Mitleidenschaft zu ziehen.

Kurzum: Wirtschaftschemiker bilden eine sinnvolle Schnittstelle zu den ganzheitlichen Chemikern und Managern; sie sind in der Lage, sie auf deren Gebieten abzuholen, sich mit ihnen zu verständigen und die jeweiligen Interessen zusammenzuführen.
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